Schwachstellenanalyse: IT-Schwachstellen finden und beheben
Was ist eine Schwachstellenanalyse?
Eine Schwachstellenanalyse (englisch: Vulnerability Assessment) ist ein systematisches Verfahren zur Identifizierung, Klassifizierung und Bewertung von Sicherheitslücken in IT-Systemen, Netzwerken und Anwendungen. Das Ziel besteht darin, potenzielle Einfallstore für Cyberangriffe zu finden, bevor sie von Angreifern ausgenutzt werden können, und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Schwachstellenanalyse ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder IT-Sicherheitsstrategie. Während Unternehmen in Firewalls, Antivirenlösungen und andere Schutzmaßnahmen investieren, bleiben ohne regelmäßige Schwachstellenanalysen oft unbekannte Sicherheitslücken bestehen — sei es durch veraltete Software, Fehlkonfigurationen oder unsichere Standardeinstellungen. Diese unentdeckten Schwachstellen sind das bevorzugte Ziel von Cyberkriminellen.
Der Prozess einer Schwachstellenanalyse umfasst die automatisierte und manuelle Untersuchung von IT-Systemen auf bekannte Sicherheitslücken (CVE — Common Vulnerabilities and Exposures), Konfigurationsfehler, fehlende Sicherheitsupdates und architekturelle Schwächen. Die identifizierten Schwachstellen werden anhand standardisierter Bewertungssysteme wie dem CVSS (Common Vulnerability Scoring System) priorisiert, sodass Unternehmen die kritischsten Risiken zuerst adressieren können.
In Zeiten zunehmender Cyberbedrohungen, strenger regulatorischer Anforderungen durch NIS-2, DSGVO und branchenspezifische Vorgaben sowie der wachsenden Komplexität moderner IT-Landschaften ist eine professionelle Schwachstellenanalyse für Unternehmen jeder Größe zentral. Sie bildet die Grundlage für ein effektives Schwachstellenmanagement und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitslage.
Wir übernehmen die ISB-Rolle als externer Dienstleister — ISO 27001, BSI IT-Grundschutz, NIS-2 und TISAX aus einer Hand. Bundesweit, ab 500 € / Monat.
→ Externen Informationssicherheitsbeauftragten anfragenVulnerability Scan vs. Penetrationstest: Der Vergleich
Schwachstellenanalyse und Penetrationstest werden häufig verwechselt, verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze und liefern verschiedene Ergebnisse. Das Verständnis der Unterschiede ist wichtig, um die richtige Maßnahme für die jeweilige Situation auszuwählen.
| Kriterium | Schwachstellenanalyse (Vulnerability Scan) | Penetrationstest (Pentest) |
|---|---|---|
| Ansatz | Automatisierte Identifizierung bekannter Schwachstellen | Aktives Ausnutzen von Schwachstellen durch Experten |
| Tiefe | Breit, aber weniger tief — erfasst viele Systeme gleichzeitig | Tief, aber fokussiert — konzentriert sich auf ausgewählte Ziele |
| Dauer | Stunden bis wenige Tage | Tage bis mehrere Wochen |
| Kosten | Geringer (1.000 – 5.000 EUR) | Höher (3.000 – 30.000 EUR) |
| Häufigkeit | Monatlich oder quartalsweise empfohlen | Jährlich oder halbjährlich empfohlen |
| Ergebnis | Liste bekannter Schwachstellen mit CVSS-Bewertung | Nachweis der realen Ausnutzbarkeit mit Angriffspfaden |
| Risiko | Minimal — kein aktiver Angriff auf Systeme | Kontrolliert — aktive Angriffe können Auswirkungen haben |
| False Positives | Häufiger — automatische Scans produzieren Fehlalarme | Seltener — manuelle Verifikation filtert False Positives |
In der Praxis ergänzen sich beide Maßnahmen optimal: Die regelmäßige Schwachstellenanalyse liefert eine kontinuierliche Übersicht über bekannte Sicherheitslücken und deren Entwicklung. Der Penetrationstest validiert in größeren Abständen die tatsächliche Angreifbarkeit und deckt komplexe Schwachstellen auf, die automatisierte Scanner nicht erkennen können. Für ein vollständiges Sicherheitsprogramm empfehlen wir die Kombination beider Ansätze als Teil eines integrierten Schwachstellenmanagement-Prozesses.
Ablauf einer professionellen Schwachstellenanalyse
Eine professionelle Schwachstellenanalyse folgt einem strukturierten Prozess, der sicherstellt, dass alle relevanten Systeme geprüft und die Ergebnisse verwertbar aufbereitet werden. Der typische Ablauf umfasst fünf aufeinander aufbauende Phasen.
Phase 1: Scope-Definition und Vorbereitung
In der Vorbereitungsphase wird der Prüfumfang (Scope) gemeinsam mit dem Auftraggeber festgelegt. Dabei werden die zu prüfenden Systeme, IP-Bereiche, Anwendungen und Netzwerksegmente definiert. Es werden Ausnahmen festgelegt (z. B. produktionskritische Systeme, die nicht gescannt werden dürfen), Zeitfenster für die Scans vereinbart und Ansprechpartner benannt. Eine sorgfältige Scope-Definition verhindert unbeabsichtigte Störungen im Produktivbetrieb und stellt sicher, dass alle relevanten Assets erfasst werden. Zudem wird in dieser Phase die rechtliche Grundlage (Beauftragung, Genehmigung) dokumentiert.
Phase 2: Scanning und Datenerhebung
In der Scanning-Phase werden automatisierte Vulnerability Scanner eingesetzt, um die definierten Systeme systematisch auf bekannte Schwachstellen zu prüfen. Die Scanner vergleichen die vorgefundenen Konfigurationen, Softwareversionen und Dienste mit umfangreichen Schwachstellendatenbanken (CVE, NVD). Je nach Anforderung werden authentifizierte Scans (mit Zugangsdaten — tiefere Analyse) und nicht-authentifizierte Scans (von außen — Angreiferperspektive) durchgeführt. Zusätzlich zu den automatisierten Scans können manuelle Prüfungen bestimmter Bereiche ergänzt werden, um die Qualität der Ergebnisse zu erhöhen und Fehlalarme zu reduzieren.
Phase 3: Bewertung und Priorisierung
Die Scan-Ergebnisse werden in dieser Phase analysiert, verifiziert und priorisiert. False Positives werden identifiziert und herausgefiltert. Jede bestätigte Schwachstelle wird anhand des CVSS-Scores und weiterer Faktoren wie der Ausnutzbarkeit, der Exposition (intern vs. extern erreichbar) und des Geschäftskontexts bewertet. Die Priorisierung berücksichtigt nicht nur die technische Schwere der Schwachstelle, sondern auch deren Relevanz für das spezifische Unternehmen. Eine kritische Schwachstelle auf einem isolierten Testsystem hat eine andere Priorität als dieselbe Schwachstelle auf einem öffentlich erreichbaren Webserver mit Kundendaten.
Phase 4: Reporting und Dokumentation
Der Schwachstellenbericht ist das zentrale Deliverable der Analyse. Er enthält eine Management-Zusammenfassung mit den wichtigsten Ergebnissen und Risiken, eine detaillierte technische Auflistung aller identifizierten Schwachstellen mit CVSS-Score und Beschreibung, konkrete Empfehlungen zur Behebung jeder Schwachstelle (Remediation Guidance), eine Priorisierung nach Risiko und Aufwand sowie Vergleichswerte mit früheren Scans (Trendanalyse). Der Bericht ist sowohl für die technische IT-Abteilung als auch für das Management aufbereitet und dient als Handlungsgrundlage für die Behebung der identifizierten Schwachstellen.
Phase 5: Remediation und Nachprüfung
Nach der Berichterstellung beginnt die wichtigste Phase: die Behebung der identifizierten Schwachstellen. Die IT-Abteilung setzt die empfohlenen Maßnahmen in der priorisierten Reihenfolge um — angefangen bei den kritischen Schwachstellen. Typische Maßnahmen umfassen das Einspielen von Sicherheitsupdates, die Korrektur von Fehlkonfigurationen, die Deaktivierung unsicherer Dienste und die Implementierung zusätzlicher Schutzmaßnahmen. Nach der Umsetzung wird ein Rescan durchgeführt, um die erfolgreiche Behebung zu verifizieren und sicherzustellen, dass durch die Änderungen keine neuen Schwachstellen entstanden sind.
Tools für die Schwachstellenanalyse
Für die Durchführung professioneller Schwachstellenanalysen stehen verschiedene Tools zur Verfügung, die sich in Funktionsumfang, Lizenzmodell und Einsatzzweck unterscheiden. Die Auswahl des richtigen Tools hängt von den spezifischen Anforderungen, der Größe der IT-Umgebung und dem verfügbaren Budget ab.
Nessus (Tenable)
Nessus ist einer der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Vulnerability Scanner weltweit. Er bietet eine umfangreiche Schwachstellendatenbank mit über 200.000 Plugins, unterstützt authentifizierte und nicht-authentifizierte Scans und liefert detaillierte Berichte mit konkreten Behebungsempfehlungen. Nessus eignet sich besonders für mittelständische und große Unternehmen und ist in verschiedenen Editionen verfügbar — von der kostenlosen Nessus Essentials-Version für kleine Umgebungen bis zur Enterprise-Lösung Tenable.io für umfangreiche IT-Landschaften.
Qualys VMDR
Qualys Vulnerability Management, Detection and Response (VMDR) ist eine cloudbasierte Plattform für das vollständige Schwachstellenmanagement. Die Lösung bietet agentenbasierte und agentenlose Scans, automatische Asset-Erkennung, Priorisierung auf Basis von Threat Intelligence und Integration in Patch-Management-Prozesse. Qualys eignet sich besonders für Unternehmen mit verteilten IT-Umgebungen und Cloud-Infrastrukturen und bietet eine reibungslose Einbindung in bestehende Security-Operations-Workflows.
OpenVAS
OpenVAS (Open Vulnerability Assessment Scanner) ist die Open-Source-Alternative zu kommerziellen Vulnerability Scannern. Als führender Open-Source-Scanner bietet OpenVAS eine umfangreiche Sammlung von Schwachstellentests (Network Vulnerability Tests — NVTs), die regelmäßig aktualisiert werden. Die Enterprise-Variante ergänzt den Open-Source-Scanner um professionelle Features wie zentrale Verwaltung, automatisierte Berichte und Compliance-Prüfungen. OpenVAS ist eine ausgezeichnete Wahl für Unternehmen, die eine kosteneffiziente Lösung suchen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen.
Weitere relevante Tools
Neben den drei genannten Haupttools gibt es weitere spezialisierte Lösungen für bestimmte Einsatzbereiche: Rapid7 InsightVM bietet Live-Dashboards und risikobasierte Priorisierung mit dynamischer Asset-Bewertung. Burp Suite ist spezialisiert auf Web-Application-Schwachstellenanalysen und wird häufig von Pentestern eingesetzt. Microsoft Defender Vulnerability Management ist direkt in die Microsoft-365-Umgebung integriert und bietet eine nahtlose Schwachstellenverwaltung für Windows-Ökosysteme. Nuclei ist ein modernes Open-Source-Tool für Template-basierte Schwachstellenscans mit einer wachsenden Community-Template-Sammlung. Die Auswahl des richtigen Tools sollte auf Basis einer Evaluierung im eigenen IT-Umfeld erfolgen.
CVSS-Scoring: Schwachstellen richtig bewerten
Das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) ist der international anerkannte Standard zur Bewertung der Schwere von IT-Schwachstellen. Das Verständnis des CVSS-Scoring ist zentral für die korrekte Priorisierung von Schwachstellen und die effiziente Ressourcenallokation bei der Behebung.
CVSS bewertet Schwachstellen auf einer Skala von 0,0 bis 10,0 und klassifiziert sie in fünf Schweregrade:
- Kritisch (9,0 – 10,0): Sofortige Behebung erforderlich. Diese Schwachstellen ermöglichen typischerweise Remote Code Execution ohne Authentifizierung oder vollständige Systemübernahme.
- Hoch (7,0 – 8,9): Priorisierte Behebung innerhalb weniger Tage. Schwachstellen mit hoher Auswirkung, die jedoch möglicherweise bestimmte Voraussetzungen für die Ausnutzung erfordern.
- Mittel (4,0 – 6,9): Geplante Behebung im nächsten Wartungsfenster. Diese Schwachstellen haben eine moderate Auswirkung oder erfordern komplexe Voraussetzungen für die Ausnutzung.
- Niedrig (0,1 – 3,9): Behebung im Rahmen regulärer Wartungsarbeiten. Schwachstellen mit geringer Auswirkung oder sehr eingeschränkter Ausnutzbarkeit.
- Informativ (0,0): Kein direktes Sicherheitsrisiko, aber potenziell relevant für die Gesamtsicherheitslage oder als Information für zukünftige Bewertungen.
Der CVSS-Score setzt sich aus drei Metrik-Gruppen zusammen: Die Base-Metriken bewerten die intrinsischen Eigenschaften der Schwachstelle (Angriffsvektor, Komplexität, erforderliche Privilegien, Auswirkung auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit). Die Temporal-Metriken berücksichtigen zeitabhängige Faktoren wie die Verfügbarkeit von Exploit-Code und Patches. Die Environmental-Metriken ermöglichen eine Anpassung an die spezifische Umgebung des Unternehmens, etwa die Kritikalität des betroffenen Systems.
In der aktuellen Version CVSS v4.0 wurden zusätzliche Faktoren wie die Automatisierbarkeit des Angriffs und die Verfügbarkeit von Threat Intelligence eingeführt, um eine noch genauere Risikobewertung zu ermöglichen. Für die Praxis empfehlen wir, den CVSS-Score als Ausgangspunkt zu nutzen und ihn mit unternehmensspezifischen Faktoren wie der Geschäftskritikalität des betroffenen Systems und der Exposition zu kombinieren.
Häufigkeit und Automatisierung der Schwachstellenanalyse
Die Frage nach der optimalen Häufigkeit von Schwachstellenanalysen ist wichtig für die Wirksamkeit des Sicherheitsprogramms. In einer sich ständig verändernden Bedrohungslandschaft mit täglich neu entdeckten Schwachstellen reicht eine jährliche Prüfung längst nicht mehr aus.
Empfohlene Frequenzen nach Risikoprofil:
Externe Systeme (Webserver, E-Mail-Server, VPN-Gateways): Wöchentlich bis monatlich scannen. Diese Systeme sind direkt aus dem Internet erreichbar und damit das primäre Angriffsziel. Neue Schwachstellen in extern erreichbaren Diensten stellen ein unmittelbares Risiko dar und müssen schnellstmöglich identifiziert werden.
Interne Infrastruktur (Server, Netzwerkgeräte, Datenbanken): Monatlich bis quartalsweise scannen. Die interne Infrastruktur ist zwar durch die Perimeter-Sicherheit geschützt, aber im Falle eines erfolgreichen Eindringens (z. B. durch Phishing oder kompromittierte VPN-Zugänge) wird sie zum Ziel lateraler Bewegungen des Angreifers.
Cloud-Umgebungen: Kontinuierlich überwachen. Cloud-Konfigurationen ändern sich häufig durch Infrastructure-as-Code-Deployments, neue Dienste und Skalierungsaktivitäten. Cloud Security Posture Management (CSPM)-Tools ermöglichen eine Echtzeit-Überwachung der Konfiguration und sofortige Alarmierung bei Abweichungen.
Automatisierung ist der Schlüssel zu einer effektiven Schwachstellenanalyse im Unternehmenskontext. Moderne Vulnerability-Management-Plattformen ermöglichen die Planung regelmäßiger Scans, automatische Benachrichtigungen bei neuen kritischen Schwachstellen, Integration in Ticketing-Systeme (Jira, ServiceNow) zur automatischen Erstellung von Behebungstickets, Dashboard-basiertes Reporting mit Trendanalysen und API-Integration in CI/CD-Pipelines für die Prüfung von Software-Deployments. Durch die Automatisierung wird die Schwachstellenanalyse von einer punktuellen Maßnahme zu einem kontinuierlichen Prozess, der die Sicherheitslage des Unternehmens nachhaltig verbessert.
Schwachstellenmanagement als kontinuierlicher Prozess
Eine einzelne Schwachstellenanalyse ist nur eine Momentaufnahme. Um die IT-Sicherheit nachhaltig zu verbessern, muss die Schwachstellenanalyse in einen kontinuierlichen Schwachstellenmanagement-Prozess eingebettet werden, der den gesamten Lebenszyklus einer Schwachstelle — von der Entdeckung bis zur Behebung — systematisch steuert.
Der Schwachstellenmanagement-Prozess umfasst folgende Kernelemente:
Asset-Inventarisierung: Ein vollständiges und aktuelles Verzeichnis aller IT-Assets bildet die Grundlage. Nur was bekannt ist, kann auch geprüft werden. Shadow-IT — also nicht offiziell erfasste Systeme und Dienste — stellt ein erhebliches Risiko dar, da diese Systeme oft nicht in Schwachstellenscans einbezogen werden.
Regelmäßige Scans: Automatisierte und geplante Schwachstellenscans stellen sicher, dass neue Sicherheitslücken zeitnah erkannt werden. Die Scan-Frequenz richtet sich nach dem Risikoprofil der jeweiligen Systeme und den regulatorischen Anforderungen.
Priorisierung: Nicht jede Schwachstelle erfordert sofortige Aufmerksamkeit. Eine risikobasierte Priorisierung unter Berücksichtigung von CVSS-Score, Geschäftskritikalität, Exposition und verfügbaren Exploits ermöglicht eine effiziente Ressourcennutzung.
Remediation-Tracking: Jede identifizierte Schwachstelle wird einem Verantwortlichen zugewiesen und mit einer Frist zur Behebung versehen. Ein Tracking-System stellt sicher, dass keine Schwachstelle vergessen wird und die SLAs (Service Level Agreements) für die Behebung eingehalten werden.
Verifikation: Nach der Behebung wird durch einen Rescan bestätigt, dass die Schwachstelle tatsächlich geschlossen wurde. Dieser Schritt ist zentral, da Patches manchmal fehlschlagen oder nur Teilaspekte einer Schwachstelle adressieren.
Reporting und Metriken: Regelmäßige Berichte über den Status des Schwachstellenmanagements — einschließlich Kennzahlen wie Mean Time to Remediate (MTTR), Anzahl offener kritischer Schwachstellen und Compliance-Rate — ermöglichen die Steuerung und kontinuierliche Verbesserung des Prozesses. Diese Metriken sind auch für das Management-Reporting und die Erfüllung regulatorischer Nachweispflichten relevant.
Kosten einer Schwachstellenanalyse
Die Kosten für eine professionelle Schwachstellenanalyse variieren je nach Umfang, eingesetzten Tools und der Komplexität der IT-Umgebung. Eine transparente Kostenschätzung hilft bei der Budgetplanung und der Auswahl des richtigen Anbieters.
Einmalige Schwachstellenanalyse: Für eine einmalige externe Schwachstellenanalyse (Vulnerability Assessment) sollten Unternehmen mit Kosten zwischen 1.000 und 5.000 Euro rechnen. Der Preis hängt von der Anzahl der zu scannenden IP-Adressen, Systeme und Anwendungen ab. Ein vollständiger Scan mit authentifizierten Prüfungen, manueller Verifikation und detailliertem Bericht liegt am oberen Ende dieser Spanne.
Regelmäßiges Schwachstellenmanagement: Für ein kontinuierliches Schwachstellenmanagement als Managed Service bieten Dienstleister Pakete ab 500 Euro pro Monat an. Diese umfassen regelmäßige automatisierte Scans, monatliche Berichte, Priorisierungsberatung und Unterstützung bei der Behebung. Für größere Umgebungen mit mehreren Standorten und hunderten Systemen können die monatlichen Kosten 2.000 bis 5.000 Euro und mehr betragen.
Toolkosten bei Eigenregie: Unternehmen, die Schwachstellenanalysen selbst durchführen möchten, müssen die Lizenzkosten für professionelle Scanner berücksichtigen. Nessus Professional kostet ab ca. 3.500 USD pro Jahr, Qualys VMDR wird pro Asset bepreist, und OpenVAS ist als Open-Source-Lösung kostenfrei (die Enterprise-Variante ist kostenpflichtig). Hinzu kommen Personalkosten für qualifizierte Mitarbeiter, die die Scans durchführen, Ergebnisse analysieren und Berichte erstellen können.
Die Investition in regelmäßige Schwachstellenanalysen ist gemessen am potenziellen Schaden durch Cyberangriffe äußerst gering. Ein einzelner Ransomware-Vorfall kann Unternehmen Hunderttausende bis Millionen Euro kosten — durch Betriebsunterbrechung, Datenwiederherstellung, Lösegeldforderungen und Reputationsschäden. Regelmäßige Schwachstellenanalysen reduzieren dieses Risiko erheblich und sind damit eine der kosteneffektivsten Sicherheitsmaßnahmen überhaupt.
Häufig gestellte Fragen zur Schwachstellenanalyse
Wie unterscheidet sich eine Schwachstellenanalyse von einem IT-Audit?
Eine Schwachstellenanalyse fokussiert sich auf die technische Identifizierung konkreter Sicherheitslücken in IT-Systemen mittels automatisierter Scanner und manueller Prüfungen. Ein IT-Audit ist vollständiger und bewertet neben technischen Aspekten auch organisatorische Prozesse, Richtlinien, Compliance und IT-Governance. Die Schwachstellenanalyse ist häufig ein Baustein innerhalb eines vollständigen IT-Audits und liefert die technische Datenbasis für die Gesamtbewertung.
Können Schwachstellenscans den Produktivbetrieb stören?
Bei professioneller Durchführung ist das Risiko minimal, aber nicht ausgeschlossen. Bestimmte Scan-Typen können bei empfindlichen Systemen (z. B. Legacy-Anwendungen, IoT-Geräte, medizinische Systeme) zu Instabilitäten führen. Deshalb ist eine sorgfältige Scope-Definition wichtig, bei der kritische Systeme identifiziert und gegebenenfalls mit reduzierten Scan-Intensitäten oder außerhalb der Geschäftszeiten geprüft werden. Professionelle Dienstleister berücksichtigen diese Risiken in der Planungsphase.
Wie viele Schwachstellen sind normal?
Die Anzahl identifizierter Schwachstellen variiert stark je nach Größe und Komplexität der IT-Umgebung. Selbst gut gepflegte Netzwerke weisen typischerweise Dutzende bis Hunderte Schwachstellen auf. Wichtig ist nicht die absolute Zahl, sondern die Anzahl kritischer und hoher Schwachstellen, die Geschwindigkeit der Behebung (MTTR) und der Trend über die Zeit. Ein effektives Schwachstellenmanagement zeigt sich in sinkenden Zahlen und kürzeren Behebungszeiten.
Muss ich eine Schwachstellenanalyse extern durchführen lassen?
Grundsätzlich können Schwachstellenanalysen sowohl intern als auch extern durchgeführt werden. Interne Durchführung erfordert qualifiziertes Personal und geeignete Tools, bietet aber den Vorteil schnellerer und häufigerer Scans. Externe Dienstleister bringen unvoreingenommene Perspektive, spezialisiertes Fachwissen und Erfahrung aus vielen verschiedenen Kundenumgebungen mit. Für viele Unternehmen ist eine Kombination optimal: regelmäßige interne Scans ergänzt durch jährliche externe Schwachstellenanalysen.
Welche Compliance-Anforderungen verlangen Schwachstellenanalysen?
Zahlreiche Standards und Regulierungen fordern regelmäßige Schwachstellenanalysen: ISO 27001 (Kontrolle A.8.8), PCI DSS (Anforderung 11.2 — quartalsweise Scans), NIS-2-Richtlinie, BSI IT-Grundschutz, TISAX für die Automobilindustrie und KRITIS-Vorgaben nach §8a BSI-Gesetz. Auch die DSGVO fordert indirekt regelmäßige Prüfungen technischer Schutzmaßnahmen (Art. 32 DSGVO). Unternehmen sollten ihre branchenspezifischen Anforderungen kennen und die Schwachstellenanalyse entsprechend planen.
Schwachstellenanalyse von DATUREX: Ihre Sicherheitslücken aufdecken
Die DATUREX GmbH bietet professionelle Schwachstellenanalysen für Unternehmen aller Größen — bundesweit. Unsere zertifizierten IT-Sicherheitsexperten kombinieren modernste Scanning-Technologie mit starker Fachexpertise, um Ihre IT-Systeme vollständig auf Sicherheitslücken zu prüfen.
Unser Leistungsangebot umfasst einmalige Schwachstellenanalysen (Vulnerability Assessments) mit detailliertem Bericht, regelmäßiges Schwachstellenmanagement als Managed Service, Kombination von Schwachstellenanalyse und Penetrationstest, Integration in bestehende ISMS-Prozesse und Unterstützung bei der Vorbereitung auf Zertifizierungen (ISO 27001, TISAX). Mit unserer Expertise in IT-Sicherheitsberatung unterstützen wir Sie nicht nur bei der Identifizierung von Schwachstellen, sondern auch bei deren nachhaltiger Behebung.
Jetzt kostenloses Erstgespräch vereinbaren — gemeinsam machen wir Ihre IT-Sicherheit messbar besser.
Kostenlose Erstberatung
DATUREX GmbH — externer ISB bundesweit.
Tel: 0351 79593513